Breitband-Internet bald auch in Boscheln verfügbar

 

Netzbetreiber "NetAachen" sorgt für Tempo im worldwideweb

 
Breitband-Internet für Boscheln kommt


Übach-Palenbergs Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch (l.), Ideengeber Steven McLarren (M.) und der Geschäftsführer von „NetAachen“, Andreas Schneider, wagten schon Ende 2010 einen Ausblick auf die schnelle Internetverbindung für den Stadtteil Boscheln ab 2012. Foto: Stadt

Schnelle Internetleitungen mit 16000 oder gar 25000 Kilobit pro Sekunde liefern die Voraussetzung für schnelles und stressfreies Hantieren im Internet. Da erscheinen die momentan in Boscheln maximal verfügbaren 1000 Kilobit, von denen meist nur 384 Kilobit übrig bleiben, fast ein Anachronismus. „Manche Gewerbetreibende haben ihre Daten teils auf CD gebrannt und sind damit zu ihrem Empfänger gefahren“, erzählt Bürgermeister Wolfgang Jungnitsch. Diese Umstände sollen nun ab 2012 Geschichte sein. Denn nachdem die Verhandlungen mit der Telekom als Netzinhaber wegen ungeklärter Fragen in Zuständigkeit und Finanzierung nur im Sande verliefen, hat sich „NetAachen“ als regionaler Versorger angeboten, die 2180 Haushalte, die in Boscheln unter der Vorwahl 02404 erreichbar sind, fit fürs schnelle Internet zu machen. Grundlage ist dabei die so genannte „VDSL“-Technik, bei der an den bestehenden zwölf Übergangspunkten aus dem Netz der Telekom in die lokalen Häuser zusätzliche Technik installiert wird. Die letzten Meter bis zum eigentlichen Hausanschluss werden dann neu verkabelt und schon werden Geschwindigkeiten von 25000 und 50000 Kilobit pro Sekunde möglich. „Die Telekom wollte während der langen Verhandlungsphase immer wieder einen Eigenanteil der Stadt, der zunächst bei 55000 Euro lag und später auf 90000 Euro anwuchs“, berichtet der Erste Bürger von den Verhandlungen. Die starteten übrigens im Herbst 2008, wurden vom Stadtrat durchweg wohlwollend begleitet. Urheber der Idee des schnellen Netzes auch in Boscheln ist der Vorsitzende der Jungen Union, Steven McLarren. Er startete eine Umfrage im betroffenen Stadtteil, deren Ergebnis war, dass mehr als die Hälfte der Befragten mit der Internetversorgung mehr als unzufrieden waren. „Viele haben nicht geglaubt, dass wir mit unserer Initiative Erfolg haben werden“, blickte McLarren bei der Vorstellung des Vorhabens schon Ende 2010 im Rathaus zurück. „Ursprünglich habe ich mir das aber wesentlich einfacher vorgestellt“, gestand Bürgermeister Jungnitsch. Gerade vor dem Hintergrund des kommenden Baugebietes „St. Rochus“ zwischen Rochusstraße und Roermonder Straße sah er den kommenden Ausbau durch „NetAachen“ als „Sprung in eine andere Dimension“.

Zur Information: Bis zu sechs Kilometer lange Kupferleitungen verlangsamten den Datenverkehr in Boscheln. Denn so lang ist die Leitung zum Knotenpunkt nach Alsdorf, an dessen Netz Boscheln angeschlossen ist. Da die DSL-Technik aber sowohl längen- als auch nutzungsabhängig in Sachen Geschwindigkeit arbeitet, kommen vor allem in den hinteren Winkeln von Boscheln die Daten nur tröpfchenweise an. Ein weiterer Grund ist auch die fehlende Glasfaserverkabelung, die für schnelle Datentransfers eigentlich unerlässlich ist. „NetAachen“ setzt hier an und baut die vorhandene Technik mittels modernster Anwendungen um.

Ab dem 1. März wird NetAachen nach und nach mit den Aufschaltungen starten können. Wenn Sie zu den Ersten gehören möchten, die das neue Netz und somit schnelles Internet nutzen, sollten Sie sich unbedingt schon jetzt registrieren. Sobald Ihr Haushalt angeschlossen werden kann, werden Sie von NetAachen informiert. Zwei Möglichkeiten sich schnell und einfach zu registrieren:

1) Sie registrieren sich online auf: www.netaachen.de/boscheln

2) Oder Sie besuchen ab dem 30. Januar die neue NetAachen-Filiale in der Kapellenstr. 3 in 52531 Übach-Palenberg